Kapitel 14: Atme!


Ein sanftes friedliches Tempo

Läuft durch meine Venen

Ich möchte dich in meiner Nähe haben

Lass den Rhythmus dich ergreifen

Dein Kopf wird klar

Atme nur

– Breathe – Sphere –


Als ich die Tür hinter Elliot schließe, hole ich tief Luft. Ich bin in den letzten 24 Stunden die Skala der Emotionen rauf und runter gefahren und ehrlich gesagt bin ich erschöpft. Ich bin entschlossen im Strudel des Schicksals unterzugehen und er ist genauso entschlossen mich wieder herauszuziehen. Immer wieder. Warum tut er das? Ich verstehe es nicht. Mehr noch, er wirft immer noch mit dem L-Wort um sich, als wäre es die normalste Sache der Welt. Ich bin mir sicher, er glaubt es, aber ich traue dem einfach nicht. Normale Leute verlieben sich einfach nicht auf den ersten Blick. Das ist unmöglich. Und selbst wenn doch; wenn sich dies so schnell und strahlend entzünden kann, kann es sich auch ebenso schnell selbst zerstören.

Stunden später grübele ich immer noch darüber nach, als Ana nach Hause kommt. Ein Blick auf sie sagt mir, dass sie ‘es’ getan hat. Woher ich das weiß? Sie ist erschöpft aber glücklich wie eine Frau, die gründlich durchgevögelt wurde. Ich muss es wissen, es ist der Blick, den ich jedesmal sehe, wenn ich in den Spiegel schaue. Aber als ich versuche genaueres zu erfahren, will sie nichts preisgeben. Wieder ein Punkt in dem wir uns unterscheiden. Zumindest hätte ich das früher gesagt, aber jetzt…? Irgendwie ist Elliot anders, gemeinsam sind wir anders. Ich merke, dass ich selbst nicht viel zu sagen habe.

In der Vergangenheit hätte mein Herz vermutlich auf meiner Zunge gelegen und wir hätten über jedes schmuddelige Detail meines missglückten Sexlebens gelacht. Aber jetzt, was ich nur als Premiere für Kate Kavanagh bezeichnen kann, zögere ich überhaupt etwas zu erzählen. Statt auf Ana sauer zu werden, weil sie meinen Fragen ausweicht, stelle ich fest, dass ich sie dafür respektiere, dass sie nicht allzu viele Details enthüllt. Ich frage trotzdem, weil ich das immer tue. Ich frage nicht, weil ich es wissen will, ich frage, weil ich will, dass sie über ihre Antworten nachdenkt. Ich möchte, dass sie sich über sich selbst völlig im Klaren ist. Ich möchte, dass sie sich selber fragt.

Als wir später still unsere Küche in Kisten verpacken, denke ich über unsere Unterhaltung nach, beleuchte sie von allen Seiten und versuche zu verstehen, warum ich nicht mehr erzählt habe. Meine Gründe sind beunruhigend. Ich war darauf vorbereitet den wilden Sex zu diskutieren, aber auf keinen Fall würde ich ihr erzählen, dass ich mich verliebt habe. Bei meiner Vergangenheit würde sie mir niemals glauben. Selbst als sie nach Barbados fragt und wie es sich anfühlt ihn zurückzulassen, verrate ich nichts. Ich weiß nicht, ob ich schon dazu bereit bin zu erklären, warum mein Freund, den ich seit zwei Tagen kenne, plötzlich meine Familie auf eine zweiwöchige Urlaubsreise begleitet. Außerdem könnte es von Vorteil sein es ihnen zuerst zu erzählen.

Am späten Abend ruft mich Elliot wie versprochen an und ich husche in mein Zimmer, um mit ihm zu telefonieren, lasse Ana mit dem Packen der Küche alleine.

“Hi Baby.” Er hört sich müde an und ich bekomme Schuldgefühle. Ich habe ihn die ganze Nacht wach gehalten, obwohl ich wusste, dass er nach Seattle zurückfahren und früh morgens arbeiten musste.

“Hi. Wie war die Fahrt?”

“Lang und öde. Ich wünschte, du hättest mit mir zurückkommen können.” Ich lächele. Selbst nach unserem Streit wollte er mit mir zusammen sein. Masochistische Ader.

“Ich vermisse dich.” Stille. Oh Scheiße, zu früh?

“Ich vermisse dich auch Baby.” Ich kann das Lächeln in seiner Stimme hören und ich entspanne mich, nehme ein Stofftier und werfe es in eine Umzugskiste. Als ich mir die Sammlung, die immer noch auf meinem Bett sitzt ansehe, wird mir übel. Wann bin ich eine von den Tussen geworden, die tausende von Stofftieren und Kissen hat? Oh, das muss sich ändern! “Was machst du gerade?”

Seine Frage holt mich aus meinen Gedanken. Ich hebe einen weiteren anstößigen Bär auf und werfe ihn zu seinem Kameraden. Ihr geht zur Wohlfahrt meine kleinen Freunde. Nein, seht mich nicht so an. Ich schließe angewidert den Deckel des Kartons.

“Ich packe mein Zimmer zusammen. Ich wusste nicht, dass ich so viel Kram habe.” Mein Rücken schmerzt vom ständigen über die Kartons Bücken, daher gehe ich zu meinem Bett und lege mich hin. Gott, ich hoffe Ana ist nicht sauer, dass ich sie einfach alleine gelassen habe. Ich kann sie singen hören, was bedeutet, sie hat ihren iPod im Ohr.

“Das klingt nach Spaß. Nicht?” Er lacht dieses tiefe, vibrierende, sexy Lachen, das mich in meinem Innersten erschüttert. Selbst per Telefon macht er mich heiß.

“Wie man’s nimmt, ich stelle fest, dass du es geschafft hast dich, ohne mir helfen zu müssen, aus dem Staub zu machen. Vielleicht musstest du ja garnicht zurück um zu arbeiten. Ich denke, du wolltest nur meinen Kram vermeiden.” frotzel ich.

“Baby, du hast mich durchschaut. Was hast du an? Hast du deine Unterwäsche gefunden?” Der Temperaturwechsel erschreckt mich. Seine Stimme ist heiser geworden. Worauf genau steuern wir hier zu?

“Wieso Mr. Grey, ist das Ihr Versuch mich zu verführen? Übrigens hatte ich perfekte Unterwäsche an. Wie auch immer, im Augenblick bin ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt welche trage.” Da, nimm das, Elliot Grey.

“Oh Baby. Meinst du nicht, du solltest besser nachsehen? Es gibt da Teile deines Körpers, die könnten ohne einen angemessenen Schutz wundscheuern.” Ist das Hoffnung, die ich da in deiner Stimme höre? Du frecher Kerl.

“Wenn es irgendwelche wunden Stellen gibt, dann wegen Überbeanspruchung ihrerseits, nicht wegen mangelnder Unterwäsche.” Ich lache, aber tatsächlich bin ich immer noch etwas wund von den letzten 24 Stunden. Ich gebe ihm ungefähr zwanzig Sekunden, um die Schmerzen in erwartungsvolles Kribbeln zu verwandeln.

“Ich denke, du solltest noch einmal gründlich nachsehen. Ich warte einfach hier, damit du direkt berichten kannst.” Oh. Mein. Gott. Machen wir das wirklich? Ich hatte noch nie Telefonsex. Kann ich das, wenn Ana nebenan ist? Ein kurzer Check. Sie singt immer noch. Himmel, ja!

“Okay, Mr. Grey. Ich mache meine Jeans auf und fühle dort mal nach. Da ist definitiv irgendetwas, aber ich muss das genauer inspizieren. Soll ich mich hinlegen? Ich finde, die meisten Kontrollen in dieser Region funktionieren besser im Liegen.” Meine Stimme ist ein leises Flüstern. Mache ich das überhaupt richtig? Tja, wer A sagt… Kate.

“Katie, ich denke wirklich, dass du dich hinlegen solltest, aber um gründlich nachzuschauen, musst du diese Jeans ausziehen. Sie stören nur beim UIP.”

“UIP?”

“Unterwäsche Inspektions Prozess.” Ich klatsche mir selbst gegen die Stirn und kichere. Er klingt amüsiert aber auch ein wenig barsch. Als würde er nicht richtig atmen können.

“Ich bin im Augenblick ziemlich verlegen Mr. Grey. Ich frage mich, ob sie es mir vielleicht erleichtern könnten, indem sie es mir ihrerseits gleich tun. Ziehen Sie Ihre Jeans aus und legen sie sich ebenfalls hin, dann wäre ich bestimmt eher in der Lage eine angemessene Unterwäsche-Inspektion durchzuführen.” Ich kichere schon wieder. Gott, ich verwandele mich in eine dieser geistlosen Hohlköpfe, mit denen ich zur Schule gegangen bin. Sowas von unsexy Kavanagh.

“Gott, dein Kichern ist sowas von sexy Katie.” Oder vielleicht auch nicht. “Ich befinde mich bereits in Position Miss Kavanagh.” Ich frage mich…?

“Können Sie bitte Ihre Position genauer beschreiben Mr. Grey? Es würde mir die Aufgabe so sehr erleichtern.” Bitte, bitte, bitte.

“Nun, Miss Kavanagh. Ich liege ausgestreckt und meine Hand forscht in der Gegend meiner Boxershorts. Dort scheint es eine Schwellung zu geben, um die ich mich vermutlich kümmern muss. Es könnte eine Reaktion auf die Nähe Ihrer Stimme sein und meiner Vorstellung von Ihnen. Könnte es sein, dass ich allergisch reagiere, was meinen Sie?” Ich lache. Während er spricht, ziehe ich meinen Slip aus und die Bettdecke hoch. Ich fühle mich einfach nicht mutig genug, um dies ohne irgendeinen Schutz vor meiner eigenen Vorstellung zu tun.

“Oh Mr. Grey. Lassen Sie uns gleich ‘mal sehen, was wir dagegen tun können. Jetzt, wo ich genauer inspiziert habe scheint es so, dass Sie Recht hatten. Da ist tatsächlich kein Slip um meine Weiblichkeit zu schützen Mr. Grey. Und ich habe das überwältigende Verlangen ein wenig zu… reiben.” Meine Stimme ist ein gehauchtes Flüstern. Bitte lass jetzt Ana nicht an die Tür klopfen.

“Gott, Katie, bleib dran, lass mich es dir gleichtun.” Ich höre ihn rumoren und stelle mir vor wie er sich auszieht. “Also, wo waren wir? Ich bin etwas beunruhigt, dass Sie ein Feuchtigkeitsproblem haben könnten Miss Kavanagh. Vielleicht sollten Sie das für mich kontrollieren.” Dann ändert sich seine Stimme, “Lass deine Hand herunter gleiten Kate, berühr dich selbst Baby.”

Ich gehorche seiner Stimme sofort. “Werde ich, wenn du es auch tust” flüstere ich.

“Tue ich schon Baby. Du hast mich so verdammt hart gemacht. Beschreib es für mich Baby. Sag mir was du tust.” Seine Stimme ist heiser und sexy und ich könnte alleine wegen dieses Klangs kommen.

“Deine Stimme macht mich feucht. Ich bin kurz davor, nur weil ich dich höre.”

“Kurz vor was Baby?”

“…zu kommen. Meine Finger gleiten zwischen meine nassen Schamlippen und ich denke daran, wie es sich anfühlt, wenn du das tust. Wenn du in mir bist.” Ich keuche. Mein Körper reagiert auf meine eigenen Worte und ich winde mich. “Jetzt erzähl mir…” flüstere ich.

“Oh Baby. Der Klang deiner Stimme macht mich so hart. Da war ein kleiner Tropfen auf meiner Eichel, den ich als Gleitmittel benutzt habe und jetzt streichle ich die Länge meines Schwanzes. Möchtest du, dass ich etwas Bestimmtes tue Baby? Kann ich etwas tun um es dir zu erleichtern?” Nein, ja, ich meine… Oh Gott, das ist so heiß und beschämend zugleich. Ich befriedige mich normalerweise nicht selbst, aber für diesen Mann würde ich alles tun, sofort.

“Kannst du deine Eier in deine andere Hand nehmen? Sie sind möglicherweise hart und schmerzhaft und brauchen eine Massage. Du musst dich um sie kümmern Baby.” Ich kann nicht glauben, dass dies aus meinem Mund kommt. Mein ganzer Körper wird rot.

“Oh Gott Kate, ich kann mir genau vorstellen, wie du mich in den Mund nimmst. Deine Hände halten mich, streicheln meinen Schwanz. Ich wünschte du wärst hier.” Er klingt sehnsüchtig und ehrlich gesagt, ich bin es auch. “Kate, du musst mit deinen Brustwarzen spielen, sie werden kleine, harte Knospen sein und du wirst dich so gut fühlen, wenn du sie streichelst. Tust du das Süße?”

“Ja. Ich kann beinahe deinen Mund und deine Hände auf ihnen spüren. Ich liebe die Art wie du mich leckst und beißt, wenn wir miteinander schlafen. Ich mag es, wenn du grob bist. Ich denke daran, wie es sich heute Morgen angefühlt hat dich in mir zu spüren. Du warst so tief in mir, ich konnte dich an meinem Magen spüren, ich schwöre.” Ich höre wie sein Atem schwerer und stoßartiger geht. Er stöhnt bei meinen Worten und ich weiß er ist kurz davor. “Du bist so hart, so groß. Ich liebe es, wenn du mich hart und schnell fickst. Ich liebe es wie dein Schwanz mein Inneres streichelt und wie du dich mit mir bewegst. Das macht mich so heiß und feucht, wie jetzt, oh, oh…” Und aus heiterem Himmel pulsiere ich um meine eigenen Finger, während ich höre, wie zunächst sein Atem stockt und er dann nach Luft ringt als er kommt…

“Scheiße Baby. Das habe ich noch nie gemacht. Das war fantastisch.” Er keucht als wäre er einen Marathon gelaufen. “Himmel, Kate, du bist unglaublich.”

“Gleichfalls Grey.” Ich kann im Moment nicht klar denken. Ich kann nicht glauben, was wir gerade getan haben. Was ich gerade getan habe. Ich bin gerade… und er ist gerade… alles nur wegen ein bisschen Verbalerotik am Telefon. Es ist offiziell. Ich bin eine Schlampe!

“Bleib dran Katie, ich muss hier ein bisschen sauber machen.” Ich höre ihn herum stolpern und nutze die Zeit, um in meinen Pyjama zu schlüpfen. Ich fühle mich total berauscht und befriedigt. Gott, ich wünschte er wäre hier. Gott, ich kann es nicht erwarten nach Seattle zu ziehen. Portland fühlt sich so an, als wäre es auf einem anderen Planeten. Wie dem auch sei, wenn selbst der Telefonsex so gut ist, dann könnten wir womöglich auch eine längere Beziehung überleben. Vielleicht versuchen wir es das nächste Mal mit Skype! Ich schüttele meinen Kopf über meine lüsternen Gedanken, als er zurück in die Leitung kommt.

“Danke Baby. Das habe ich wirklich gebraucht.”

“Wirklich? Nach all dem heißen, geilen Sex, den wir heute Morgen hatten? Sie sind unersättlich Mr. Grey.”

“Ich habe keine Beschwerden von Ihnen gehört Miss K.” Er liest meine Gedanken. “Außerdem scheinen Sie mich in einen Zustand ständiger Erregtheit zu versetzen. Mein Meeting heute Nachmittag war zumindest interessant. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Gia einen falschen Eindruck vermittelt habe.”

“Gia?” Sofort ist mein nachhallender Rausch verflogen. Wie kannst du ein Meeting mit einer ‘Gia’ haben und gleichzeitig meinetwegen erregt sein? ‘Gia’ klingt nicht nach einer Arbeitskollegin. ‘Gia’ klingt nach einer blonden Sexbombe in Killer-Heels. Mist!

“Der Architekt, den ich getroffen habe.” Oh! Ich komme später darauf zurück. Ich will die Stimmung nicht kaputt machen. Soweit ich weiß, könnte Gia so alt wie meine Mutter sein.

“Wie ist das Meeting gelaufen?”

“Ganz gut.” Da ist irgendetwas in seiner Stimme. Eine Unruhe. “Wir müssen noch eine Menge Dinge klären, bevor wir loslegen können. Allem Anschein nach ein schwieriger Kunde. Hör mal, ich kann am Donnerstagnachmittag eine Zeit lang frei machen. Können wir uns dann treffen? Ich möchte dich wirklich sehen Baby.”

Donnerstag, Mist! “Donnerstag ist meine Abschlussfeier. Der Grund, warum Christian in Portland bleibt, erinnerst du dich?” Einerseits bin ich enttäuscht, andererseits aufgeregt. Donnerstag ist ein ziemlich großer Tag für mich.

“Entschuldige, das hatte ich vergessen. Tja, ich schätze da wirst du wohl einige Stunden voller langweiliger Reden ertragen müssen, einschließlich Christians, tut mir leid.”

“Ich hoffe sie sind nicht alle langweilig. Ich bin als Jahrgangsbeste die Abschlussrednerin.” lache ich.

“Verdammt Kate, sorry. Ich wollte damit nicht sagen, dass du langweilig bist. Wieso hast du mir nicht erzählt, dass du eine Rede hältst?” Er klingt beleidigt.

“Du hast mich so abgelenkt, dass ich vergessen habe es zu erwähnen. Entschuldige bitte.” Oh du süßer Mann. Ich habe dieses Bild vor Augen, das sowohl komisch, als auch ernüchternd ist. Elliot nackt auf seinem Bett, schmollend wie ein verwöhnter Teenager. Ob er immer schmollt, wenn er nicht seinen Willen bekommt?

“Kann ich kommen?” Ich wäre nie auf die Idee gekommen ihn einzuladen. Wie er gesagt hat, Abschlussfeiern sind voll von langweiligen Reden. Mir wäre nie eingefallen, dass er kommen will.

“Natürlich kannst du. Ich dachte nur nicht, dass es dich interessieren würde. Du kennst mich seit fünf Minuten und du weißt, wie diese Veranstaltungen sind.” Trotz meiner außergewöhnlichen Redefähigkeiten und aufkeimenden Karriere als Stand-up-Comedian bleiben am Ende immer noch zwei totlangweilige Stunden, in denen die Abschlusszeugnisse an Leute ausgehändigt, die du weder kennst, noch dass du an ihnen interessiert wärst. Zwei verlorene Stunden deines Lebens.

“Wenn du nicht willst, dass ich komme, musst du es nur sagen Kate.” Er klingt mürrisch. Oh nein… Süßer.

“Baby, ich würde mich riesig freuen, wenn du kommen würdest. Ich will nur nicht, dass du dich verpflichtet fühlst. Ich würde es verstehen.” Ich versuche beschwichtigend zu klingen, scheine aber mein Ziel zu verfehlen. Wie zeigt man sich zerknirscht am Telefon?

“Klasse. Ich werde da sein.” Oh, das krasse Gegenteil von mürrisch. Ich lächele bei dem Gedanken ihn dabei zu haben, bis mir einfällt, dass dies bedeutet, dass er höchstwahrscheinlich meinen Eltern begegnen wird. Oh verflixt. Das scheint doch keine so gute Idee zu sein. Ich kann normalerweise sehr gut vor Publikum reden, aber zu wissen, dass danach das ‘Große Vorstellen’ auf mich wartet, ist für meine Nerven nicht gerade förderlich. Wird schon schiefgehen Kavanagh! Ich schiebe den Gedanken, ihnen meine Urlaubspläne mitzuteilen, erst einmal ganz weit nach hinten. Dafür hat nun wirklich keiner Zeit.

“Okay. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr in der Aula der WSU Vancouver. Ich schicke dir die Details per SMS.”

“Hey, mach dir keine Sorgen wegen der Begegnung mit deinen Eltern.” Schon wieder Gedanken lesen Mr. Grey. “Ich kann auch charmant sein, versprochen.”

“Das glaube ich dir. Hör zu, ich denke, ich packe noch eine Kiste bevor ich schlafen gehe.” Ich will nicht auflegen. Ich würde die ganze Nacht in der Leitung hängen, wenn ich könnte, nur damit ich ihn atmen hören könnte.

“In Ordnung Baby. Ich ruf dich morgen an. Oder du kannst mich anrufen.” Gut, denn ich habe gerade das gleiche gedacht.

“Gute Nacht Elliot” flüstere ich.

“Ciao ciao, Baby.”

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